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Mieterverein Dresden e.V.

Aktuelles zum Mietrecht

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Totaler Ausverkauf des kommunalen Wohnungsbestands – ein Fehler mit massiven Folgen

(mvd) Wie aus der Presse bekannt wurde hat die Übernahme der Aktienmehrheit bei Deutsche Wohnen durch die Vonovia nun im dritten Anlauf funktioniert. Bereits nach Bekanntwerden der ersten Pläne zur Übernahme erhielt der Oberbürgermeister durch den Stadtrat den Auftrag mit dem zukünftigen größten Vermieter in Deutschland Verhandlungen über den Rückkauf von Wohnungen aufzunehmen.

Dies stellt schlussendlich das Eingeständnis dar, dass die Entscheidung über den Verkauf des vollständigen kommunalen Wohnungsbestandes 2006 durch den damaligen Stadtrat eine fatale Fehlentscheidung war. Bereits im Vorfeld sowie nach der Entscheidung wies der Mieterverein mit seinem Vorsitzenden, Peter Bartels, immer wieder auf die schwerwiegenden sozialen und wirtschaftlichen Folgen einer solchen Entwicklung hin.

Der Bestand von 48000 Wohnungen wurde für ca. 20.800 Euro pro Wohnung „versilbert“. Für diesen Preis erhält man derzeit in Dresden nicht einmal 10m² für eine Wohnung in einem Plattenbau. Die Einnahmen aus dem Verkauf 2006 zu den jetzt zu erwartenden Kosten eines Rückkaufs einzelner Wohnungen steht in einem unangemessenen Verhältnis. Diese massiven zusätzlichen finanziellen Lasten werden nunmehr durch die Bürger getragen werden müssen.

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