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Mieterverein Dresden e.V.

Aktuelles zum Mietrecht

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EM-Fans als Mieter – was ist zu beachten?

Der Ball rollt und Deutschland ist spätestens ab morgen im Fußballfieber. Was muss ich als Mieter und Fußballfan jetzt beachten?

 

(mvd) Das morgige Auftaktspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gibt den Startschuss für ein Jahr verspäteten EM-Fußballspaß. Die Wohnung oder das Haus ist dekoriert. Doch worauf sollten Mieter achten?

Poster der Nationalmannschaft oder Nationalfahnen dürfen in die Fenster der Wohnung gehängt werden. „Sie stören niemanden.“ sagt Katrin Kroupová, Juristin beim Mieterverein Dresden und Umgebung e.V.. Soweit im Mietvertrag ein Plakat- oder Fahnenverbot verhängt ist, gilt dies allenfalls für Plakate mit politischem Inhalt, für stark polarisierende oder gar verhetzende Meinungsäußerungen.

Im Zweifelsfall den Vermieter fragen!

Auch auf dem Balkon darf Flagge gezeigt werden. Wenn allerdings eine Halterung montiert werden muss oder aus anderen Gründen in die Bausubstanz eingegriffen wird, muss der Vermieter um Erlaubnis gefragt werden, warnt Katrin Kroupová: „Unabhängig hiervon hat der Fußballfan sicherzustellen, dass sich Fahnen oder Plakate nicht selbstständig machen, nicht herunterfallen und so Passanten verletzten oder Autos beschädigen können.“ Ist das garantiert, darf die Nationalflagge auch aus dem Fenster wehen – in Normalgröße, so dass die Fenster der Nachbarwohnungen nicht automatisch mitbeflaggt werden.

Grillen – Worauf ist zu achten?

Ob das Grillen im Hof, im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon eines Miethauses erlaubt ist oder nicht, dafür gibt es keine verbindliche gesetzliche Regelung. Auch die Richter haben unterschiedliche Auffassungen dazu vertreten. Prinzipiell ist gegen das Grillen dann nichts einzuwenden, wenn im Mietvertrag nichts Gegenteiliges vereinbart wurde, keine Schäden verursacht werden und die Mitbewohner nicht unzumutbar belästigt werden. Derjenige, der einen Grill betreibt, sollte selbstverständlich darauf achten, dass der Brandschutz gewährleistet wird und keine Schäden durch Funkenflug, Ruß o.ä. verursacht werden. Keinesfalls darf ein brennender Grill unbeaufsichtigt gelassen werden.

Wenn im Mietvertrag oder der Hausordnung jedoch ausdrücklich festgelegt ist, dass auf dem Balkon nicht gegrillt werden darf, dann muss sich der Mieter an diese Vereinbarung halten. „Sonst riskiert er eine Abmahnung seitens des Vermieters, im Wiederholungsfalle sogar eine fristlose Kündigung.“ mahnt Katrin Kroupová.

Nachtruhe beachten!

Auch, wenn es bei spannenden Begegnungen schwerfällt: Die Ruhezeiten müssen eingehalten werden. Spätestens ab 22 Uhr, freitags und samstags ab 24 Uhr muss die Nachtruhe eingehalten und erhöhte Rücksicht auf die Nachbarn genommen werden. Als Alternative für feierfreudige Fans, empfiehlt die Mietrechtsexpertin, den Besuch eines Public-Viewing-Events oder einen gemeinsamen Fernsehabend in einer Gaststätte.

Grundsätzlich gelten, wie immer, die „goldenen“ Regeln des Zusammenlebens im Mehrfamilienhaus:

  • Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme beachten,
  • Mietvertrag und Hausordnung einhalten,
  • Ruhezeiten einhalten,
  • Brandschutz und Schallschutz beachten,
  • Unannehmlichkeiten oder Probleme ansprechen.
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